Heute ist der 17.10.2017
 

Bienenprodukte

 

  • Pollen:

Eine weit verbreitete Nutzung des Pollens liegt in der Ernährung. Der süßlich schmeckende Pollen ist reich an Eiweiß mit Enzymfunktion sowie 22 Aminosäuren und hat einen hohen Gehalt an Vitamin B, so dass er als Nahrungsergänzung Verwendung findet. Neben Verdauungsproblemen, Nervenschwäche und Heuschnupfen soll er auch gegen Haarausfall sowie bei Potenzproblemen helfen und Sportlern zu mehr Leistung verhelfen. Mehr als 100 biologische Aktivstoffe wurden nachgewiesen.

 

  • Propolis:

Da in einem Bienenstock die Insekten auf engstem Raum bei etwa 35° C zusammenleben, herrschen dort im Grunde ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Krankheiten. Deshalb dient das Material mit seiner Verwendung zum Abdichten von kleinen Öffnungen, Spalten und Ritzen in erster Linie dazu, Bakterien, Pilze und andere Mikrooerganismen, die in den Stock eingeschleppt werden könnten oder vorhanden sind, in ihrer Entwicklung zu hemmen oder sogar abzutöten. Hierzu werden Oberflächen, beispielsweise auch das Innere der Wabenzellen für die Brut, mit einem hauchdünnen Propolisfilm überzogen.

Propolis wird von den Imkern aus dem Bienenstock gewonnen und meist in Form von Lösungen für die Alternativmedizin und Naturheilkunde verwendet. Ein Anwendungsgebiet sind entzündungshemmende Salben und Mundwässer.

Generell wird empfohlen, entsprechende Propolis-Produkte direkt vom Imker zu kaufen, denn die Qualität von „industriellem“ Propolis (z. B. Tropfen aus der Apotheke) ist zumeist geringer als Imkerware. Salben sind jedoch meist schwer bei einem Imker zu bekommen, hier empfiehlt es sich in einer Apotheke nachzufragen.

Anwendungsgebiete: 

 Äußerlich

  • Wundbehandlung / Wunddesinfektion kleinerer Schnitt- oder Schürfwunden
  • Aknebehandlung
  • Psoriasis
  • Syphilisbehandlung
  • Sonnenbrand
  • Zahnhygiene
  • kleinere Verletzungen im Mundraum
  • Mittel zur Pflege der Haarspitzen
  • Schmerzlinderung bei Aphthen

Innerlich

  • Erkältungskrankheiten
  • Stärkung der Immunabwehr
  • In der Form als Creme in der Schmerzbehandlung an Gelenken, sowie Haut- vor allem Analschleimhäute wie Hämorrhoiden oder Fieberblasen.
  • In der Form als Tinktur bei schwer heilenden Wunden wie offenen Beinen. 


  • Gelee Royal:

Gelée Royale, Weiselfuttersaft oder Königinfuttersaft, ist der Futtersaft, mit dem die Honigbienen ihre Königinnen aufziehen.

Mit diesem Kopfdrüsensekret werden die Bienenlarven während der ersten drei Larvenstadien gefüttert. Die Arbeiterbiene erhält danach vermehrt nur noch Pollen und Honig. Die Königinnenlarve hingegen wird bis zum Schluss, der Verdeckelung der Zelle, mit diesem Weiselfuttersaft gefüttert.

Gelée Royale wird in spezialisierten Imkereien gewonnen, indem man aus einem Bienenvolk die Königin entfernt und vorgefertigte Königinnenzellen in den Bienenstock einsetzt. Um den Futterstoff isolieren zu können, müssen die Königinnenlarven nach drei Tagen entfernt werden. In einer Bienensaison kann ein Imker ein Bienenvolk dazu bringen, ca. 500 g Gelée Royale zu produzieren.

Das Entfernen der Königin bedeutet für das Bienenvolk eine extreme Stresssituation und einen massiven Eingriff in das Gleichgewicht des Volkes, daher lehnen naturnah wirtschaftende Imker die Produktion von Gelée Royale generell ab.

Gelée Royale findet neben Propolis Verwendung als Ausgangsstoff für pharmazeutische Präparate, kann aber auch pur eingenommen werden. Gelée Royale gilt rechtlich als Lebensmittel.

 

  • Met (Honigwein):

Met, manchmal auch Honigwein genannt, ist ein alkoholisches Getränk aus Honig, Wasser und Hefe. Er wurde anfänglich mittels oxidativer Gärung (ohne Hefe) und später durch anaerobe Gärung (mit Hefe) hergestellt. Getrunken wird er sowohl heiß als auch kalt und je nach Hefe kann er zwischen 11 und 18,8  Vol.-% Alkohol enthalten.

Mit den verschiedensten Zutaten hergestellt und vermischt, wurde der Met gegen die unterschiedlichsten Krankheiten verwendet. Viele der ihm zugesprochenen Wirkungen beruhten zum Teil auf Aberglauben, Teils auf Tatsachen. Honig und Met besitzen eine antibakterielle Wirkung. Schon antike Lehrbücher schrieben ihm Heilkräfte gegen Magen- und Darmbeschwerden oder gegen Erkrankungen der Atemwege zu. Der Met wurde auch als Brech- und Abführmittel bei Vergiftungen benutzt. Gegen Geschwüre und Entzündungen wurde er gegurgelt. Die Römer verwendeten ihr „mulsum“ mit den unterschiedlichsten Zutaten gemischt gegen eine Vielzahl von Krankheiten: „(…) mit Zusatz von fein gestoßenen Haselnüssen zur Bekämpfung chronischen Hustens; mit Lolch vermengt, heilt er Hüftschmerz; mit Ervenmehl gemischt dient er Frauen zur Wiedergewinnung einer gewissen Körperfülle nach Krankheiten und nützt bei Auszehrung.“ Vielmals wurde der Met auch zum Süßen von bitter schmeckenden Arzneimitteln verwendet.

Das Herstellen von Met ist einfach. Durch Zugabe von verschiedenen Gewürzen kann man dem Honigwein einen völlig anderen Geschmack verleihen. Zudem kann mit der richtigen Gärung trockener oder auch herber Met hergestellt werden. Die Hefe wandelt Zucker in Alkohol um und ihre Stoffwechselprodukte geben Met den typischen Geschmack.

  

  • Honigbier:

Mit Honigbier bezeichnet man Bier, das unter der Zugabe von Honig gebraut wird (also kein Bier nach Reinheitsgebot). Der Honig wird zur Würze oder zum Jungbier zugegeben, wodurch der Zucker des Honigs mitvergoren und das Bier nur wenig süßer wird.

Alternativ kann fertiges Bier erhitzt und damit pasteurisiert und dann der Honig zugegeben werden. Hiermit handelt es sich dann eigentlich um ein Bier-Mischgetränk, das aber auch inoffiziell Honigbier genannt wird. Dieses hat einen kräftig süßen Honiggeschmack.

Bereits die Germanen setzten ihrem aus Emmer und Gerste gebrauten Bier Honig zu, wie eine Untersuchung germanischer Trinkhörner bewies, angelehnt an den Honigwein Met. 
Zu den Bedingungen des Mittelalters (vor der Entdeckung des Hopfens für das Brauen) war das Honigbier länger haltbar, da Honig natürliche, von den Bienen erzeugte Konservierungsstoffe enthält.

Der Alkoholgehalt von Honigbier schwankt zwischen 4,9 und 8 %, je nach Sorte.

 

  • Honiglikör (Bärenfang):

Bärenfang ist ein ursprünglich aus Ostpreußen stammender Likör aus Honig, Gewürzen und Wodka oder anderem hochprozentigen Alkohol. Bärenfang hat einen Alkoholgehalt zwischen 20 und 45 % Vol.

Blütenhonig wird in Wodka oder hochprozentigem Alkohol aufgelöst. Dazu gibt man z.B. Vanilleschoten, Zimtstangen, Nelken, Zitronenschale und andere Gewürze und lässt das ganze einige Tage ziehen. Danach wird der Bärenfang durch ein feines Sieb gefiltert und eventuell zum Reifen in ein dunkles Gefäß gefüllt. Der Likör darf nicht zu kalt aufbewahrt werden, weil sonst der Honig wieder auskristallisiert. Zur Herstellung von Bärenfang kursieren unzählige einfache oder kompliziertere Rezepte. Bärenfang wird meistens aus Blütenhonig hergestellt, da die Verwendung von Waldhonig (Honig aus Honigtau) eine bittere Note verursachen kann.

Quelle: Wikipedia

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